Rotes Kreuz Krankenhaus
23.01.2026
Dr. Frank Trösch wird neuer Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie und Leiter des Bremer Gefäß- und Aortenzentrums

Nach 10 Jahren als Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie im Rotes Kreuz Krankenhaus verabschiedet das RKK Dr. Frank Marquardt in den Ruhestand. Unter seiner Leitung wurden die Gefäßchirurgie und insbesondere die endovaskulären Behandlungsverfahren in der Aortenchirurgie auf höchstem Niveau weiterentwickelt - 2019 entstand im RKK das erste und einzige Bremer Aortenzentrum.
In seine Fußstapfen tritt zum 1. Februar 2026 der nahe Marburg in Biedenkopf geborene Dr. Frank Trösch. Der hoch qualifizierte und erfahrene Facharzt für Gefäßchirurgie und Herzchirurgie mit Zusatzbezeichnungen in der Phlebologie und Notfallmedizin ist seit 2012 als Oberarzt und bereits seit 2016 als leitender Oberarzt sowie ständiger Vertreter des Chefarztes in verantwortlicher Position tätig. Dr. Trösch ist weitergebildeter endovaskulärer Chirurg und -Spezialist und verfügt unter anderem über Zusatzqualifikationen in der Röntgendiagnostik des Thorax sowie der interventionellen Diagnostik und Röntgendiagnostik des Gefäßsystems. Sein Schwerpunkt ist die komplexe abdominelle und thorakale Aortenchirurgie (Chirurgie der Bauch- und Brustschlagader).
Überregionale Schlagzeilen machte der neue Chefarzt im Jahr 2025, als unter seiner Führung erstmals in Bremen das Team des Aortenzentrums am Rotes Kreuz Krankenhaus eine komplette Aortenbogenprothese minimalinvasiv implantierte. Die Erfahrung, die benötigt wird, um diese hochkomplexe Operation durchzuführen, konzentriert sich in Deutschland auf wenige spezialisierte Zentren. Die individuell gefertigte Prothese wird dabei minimalinvasiv über die Leiste sowie weitere kleine Zugänge vom Hals oder Arm aus eingeführt. Der Einsatz einer Herz-Lungen-Maschine mit Herzkreislaufstillstand sowie das Öffnen des Brustkorbs sind dank dieses minimalinvasiven Verfahrens nicht mehr notwendig.
Das Gefäßzentrum im Rotes Kreuz Krankenhaus war das erste seiner Art in Bremen und wurde 2003 gegründet. Das spezialisierte RKK-Aortenzentrum, das die Klinik 2019 gründete, zählt laut DIGG-Register heute zu den wenigen sogenannten High-Volume-Centern, das heißt,zu den größten in Deutschland. Erkrankungen der Hauptschlagader sind ein medizinisches Spezialgebiet und erfordern die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen den Fachgebieten Gefäßchirurgie, Angiologie und Radiologie. Am RKK werden alle Therapieoptionen für die Behandlung therapiepflichtiger Aortenerkrankungen bei Erwachsenen an einem Standort angeboten.
Weiter ausbauen wir dder neue Chefarzt vor allem die komplexe Aortenchirurgie. Auch die spezielle Sprechstunde für Patientinnen und Patienten mit Erkrankungen der Brust- oder Bauchschlagader möchte der neue Chefarzt ausweiten. „Bei mir gibt es keine Behandlung von der Stange. Der Mensch steht für mich immer im Mittelpunkt. Ich lege großen Wert auf das Gespräch mit meinen Patientinnen und Patienten, um gemeinsam die beste individuelle Therapieoption zu finden“, betont der Gefäßexperte.