Freie Kliniken Bremen — Vierfach umsorgt

Vier sind für Sie da:

Die Freien Kliniken Bremen haben nach den Vorgaben der Gesundheitsbehörden ihre Kapazitäten ohne zu zögern auf die Versorgung von COVID-19-Patienten* fokussiert und ihren Krankenhausbetrieb komplett umorganisiert. Die vier Häuser haben Intensiv- und Beatmungskapazitäten erhöht, planbare Operationen und Sprechstunden abgesagt und gleichzeitig die Notfallversorgung aller Bereiche aufrechterhalten, Betten und Stationen für Infizierte bereit gehalten, Personal geschult, sämtliche Aufnahme-, Intensiv- und Stationsprozesse neu organisiert, Arbeitszeiten und Einsatzgebiete angepasst und so vieles mehr: Umfang und Bandbreite der organisatorischen Entscheidungen in den deutschen Krankenhäusern während der Corona-Krise sind riesig.
Seit dem 7. Mai 2020 sind geplante (elektive) Eingriffe wieder erlaubt. Die Freien Kliniken setzen alles daran, die verschobenen Operationen – kategorisiert nach medizinischer Dringlichkeit – nachzuholen und danken allen Patienten für ihre Geduld und ihr Verständnis. Auch wenn der Verlauf der Corona-Pandemie abgeschwächt ist, haben die Freien Klinken Strukturen geschaffen, um in kürzester Zeit wieder ausreichend Kapazitäten für Corona-Patienten aufzustocken. Außerdem wurden umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen getroffen, um weiterhin Patienten und Mitarbeitende bestens zu schützen.

* Um die Lesbarkeit der Texte zu erleichtern, verzichten wir auf die weiblichen Formen. Wenn wir von Patienten schreiben, sind unsere Patientinnen selbstverständlich auch gemeint.

Wie sind die Freien Kliniken Bremen auf steigende Infektionszahlen vorbereitet?

Einrichtung von Intensivkapazitäten sowie Schaffung von Beatmungsplätzen

DIAKO: Die Intensivkapazitäten wurden von 14 auf 28 Betten verdoppelt. Es ist eine eigene Intensivstation für COVID-19-infizierte Patienten eingerichtet und die Beatmungskapazitäten wurden auf 16 Plätze ausgebaut.

St. Joseph-Stift: Es wurden Kapazitäten von 19 auf jetzt 29 Intensivbetten erweitert, davon wurden die einst 10 Plätze mit Beatmungsmöglichkeiten auf 21 verdoppelt.

Roland-Klinik: Die Roland-Klinik verfügt nicht über eine Intensivstation mit Beatmungsplätzen und nimmt daher in Bezug auf die Vorbereitung auf COVID-19-Patienten eine etwas andere Rolle ein. Die Klinik ist ein Krankenhaus, in dem neben der Notfallversorgung viele elektive, also planbare (orthopädische und handchirurgische) Eingriffe stattfinden. Diese wurden im März und April 2020 aufgrund von Infektionsschutz-Prävention ausgesetzt (wie in jedem anderen Krankenhaus des Landes Bremen auch), aber auch, um die Kapazitäten der Roland-Klinik zur Unterstützung anderer Kliniken zu nutzen bzw. im Ernstfall ebenfalls COVID-19- Patienten aufnehmen zu können. Denn die Roland-Klinik verfügt zwar über keine Intensivstation, aber über eine Intermediate-Care-Station (IMC). Diese wird für Beatmungsmöglichkeiten vorbereitet, so dass hier auch COVID-Patienten beatmet werden könnten, sollten die Kapazitäten in anderen Häusern knapp werden.

Rotes Kreuz Krankenhaus: Die Zahl der Intensivbetten wurde auf 26 erhöht, das RKK hat einen Intensiv-Bereich speziell für COVID-19-Patienten eingerichtet. Die Zahl der Beatmungsplätze wurde von 8 auf aktuell 20 erweitert.

Umbau von Stationen zu Quarantänestationen und Einrichtung spezieller Notaufnahmebereiche

DIAKO: Es wurde eine Zentrale Notaufnahme (ZNA) für Corona-Patienten und Verdachtsfälle in einem eigenen Flügel eingerichtet, der von den übrigen Patientenströmen strikt getrennt ist. Eine Etage über der neu geschaffenen Corona-ZNA befindet sich eine Station mit – je nach Isolationsnotwendigkeit – 10 bis 25 Plätzen. Im gleichen Flügel können auf drei weiteren Etagen Stationen für Corona-Patienten eingerichtet werden.

St. Joseph Stift: Der Wartebereich der Zentralen Notaufnahme wurde umgebaut, um Corona-Patienten bzw. –Verdachtsfälle von den übrigen Patienten zu trennen. Zudem wurde eine Isolierstation mit 30 Betten und separatem Zugang, an den Rettungswagen o.ä. direkt heranfahren können, geschaffen. Der Isolierbereich kann bei Bedarf auf weitere Bereiche ausgeweitet werden.

Roland-Klinik: Einen speziellen Notaufnahmebereich gibt es nicht, aber die zur Verfügung stehenden Isolierzimmer können kurzfristig dahingehend genutzt werden. Es stehen zwei Isolierbetten/-zimmer mit Schleuse zur Verfügung, die derzeit freigehalten werden. Zudem wäre es möglich, die IMC und die angrenzende Station für COVID-Patienten abzugrenzen und ausschließlich über eigene Zugangswege zugänglich zu machen.

Rotes Kreuz Krankenhaus: Es wurde eine zweite Zentrale Notaufnahme eingerichtet speziell für COVID-19 Infizierte und Verdachtsfälle. Diese hat eine eigene Zuwegung für den Rettungsdienst. Die zweite Notaufnahme und die Corona-Bettenstation (kann bei Bedarf ausgeweitet werden) sind von den übrigen Patientenströmen strikt getrennt.


Welche Vorkehrungen treffen die Krankenhäuser zum Schutz von Patienten und Personal vor einer Infektion? **

Zum Schutz von Patienten, des Personals und der Besucher wurde Mitte März 2020 ein Besucherstopp ausgesprochen und sämtliche Veranstaltungen abgesagt. Dieses generelle Besuchsverbot in Bremer Krankenhäusern wurde in der dritten Corona-Verordnung vom 12. Mai bis zum 5. Juni 2020 verlängert. Kommen Notfallpatienten ins Haus, durchlaufen sie ein Corona-Screening, Verdachtsfälle werden abgestrichen und auf COVID-19 getestet. Seit Mitte Mai werden alle Patienten vor ihrer geplanten Operation und stationären Aufnahme auf das Virus getestet. Erst wenn der Test keine Ansteckung zeigt, wird auch operiert. Die Umstrukturierung der Krankenhäuser hat dazu geführt, dass die Bereiche für die Corona-Patienten und für andere dringlich zu versorgenden Patienten strikt getrennt sind. Ergänzt durch klare Zuständigkeiten, gezielte Schulungen des Personals und umfassende Dokumentation kann so eine maximale Sicherheit für Patienten sichergestellt werden. Außerdem richten sich die Häuser der Freien Kliniken strikt nach den aktuellen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI).

In allen Häusern kommt je nach Einsatzbereich Schutzausrüstung (mindestens Mund-Nasen-Schutz (MNS) bis hin zu FFP3, Visier usw. bei bestimmten Eingriffen) zum Einsatz. Es gibt intensive Schulungen für das Personal beispielsweise zur korrekten Anwendung der Schutzausrüstung, den Umgang mit Beatmungsgeräten sowie aktuelle Hygienestandards. Um die Mitarbeitenden in der Corona-Krise zu unterstützen, gibt es ein umfangreiches psycho-soziales Angebot in den Häusern, z.B. Sorgentelefone, psychologische Einzelgespräche, Entspannungsangebote, Krankenhausseelsorge etc.


Gibt es weitere Maßnahmen, die die Häuser der Freien Kliniken Bremen treffen?

Roland-Klinik und RKK: In der ersten Phase der Pandemie wurde pflegerisches und ärztliches Personal aus der Roland-Klinik im Rotes Kreuz Krankenhaus eingearbeitet, damit dort die Versorgung in den notwendigen Doppelstrukturen gewährleistet werden konnte. In die Roland-Klinik wurden aus dem RKK notfallmäßig operierte Patienten zur weiteren Genesung verlegt. Falls sich die Zahl der Infizierten in Bremen wieder erhöhen sollte, können die beiden Kliniken jederzeit in diesen Modus zurückkehren.

St. Joseph-Stift: Seit Ende März führt das Krankenhauslabor des St. Joseph-Stift eigene Testungen auf das Coronavirus durch. Dies ermöglicht den Patienten des St. Joseph-Stift innerhalb weniger Stunden eine Diagnose von Covid-19-Infektionen und entlastet die anderen Bremer Labore.


** Der hier genannte Katalog an Maßnahmen erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und beleuchtet nur einige Aspekte der von den einzelnen Krankenhäusern getroffenen Vorkehrungen.

Die einzelnen Krankenhäuser der Freien Kliniken Bremen haben auf ihren Websites jeweils Informationen für Patienten und Angehörige zusammengestellt:

Allgemeine Informationen zum Coronavirus in Bremen: https://www.bremen.de/corona

DIAKO Ev. Diakonie-Krankenhaus
St. Joseph-Stift
Roland-Klinik
Rotes Kreuz Krankenhaus

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