Freie Kliniken Bremen — Vierfach umsorgt

RKK

27.05.2026

Bundesweiter Aktionstag gegen den Schmerz 2026 am 2. Juni

Dr. Imke Starp, Leiterin des Bremer Schmerzzentrums am RKK

Kostenlose Expert:innen-Telefon-Hotline am Dienstag, 2. Juni von 9.00 – 18.00 Uhr für Betroffene und Angehörige

Ob Tumorschmerzen, Nervenschmerzen, Kopf- oder Rückenschmerzen: Mehrere Millionen Menschen in Deutschland leiden unter chronischen Schmerzerkrankungen. Der Schmerz ist damit hierzulande eine Volkskrankheit. Betroffene erleben oft massive Einschränkungen im Beruf und im Privatleben. Statistiken zeigen, dass schon jetzt ein großer Teil der Schmerzpatientinnen und -patienten hierzulande lange im Dschungel des Gesundheitswesens umherirrt, um Zugang zu einer guten Therapie zu erhalten.

„Zu oft wird wertvolle Zeit verschenkt, in der Schmerzen noch gut behandelbar wären“, betont Schmerzexpertin Dr. Imke Starp, Leiterin des Bremer Schmerzzentrums im Rotes Kreuz Krankenhaus. Der „Aktionstag gegen den Schmerz“ will auf diese Missstände aufmerksam machen und Betroffene ermutigen, frühzeitig aktiv zu werden. Denn: „Wer früh professionelle Hilfe erhält, hat die besten Chancen auf eine erfolgreiche Therapie, die bestenfalls wieder eine aktive Teilnahme am Leben ermöglicht“, sagt die Expertin.

Frau Dr. Starp beteiligt sich deshalb aktiv mit einer Telefonsprechstunde am „Bundesweiten Aktionstag gegen den Schmerz“. Organisiert wird diese bereits zum 15. Mal von der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. Unter der kostenfreien Hotline 0800–18 18 120 beantworten mehrere Dutzend renommierte Schmerzexpert:innen aus ganz Deutschland von 9.00 – 18.00 Uhr Fragen von Patient:innen.

Vermeiden, dass der Schmerz chronisch wird

Wichtig sei auch, Betroffenen die Gefahren der Chronifizierung von Schmerz aufzuzeigen und darüber zu informieren, welche Möglichkeiten sie haben, um dies zu verhindern und an wen sie sich wenden können. Präventive Therapiekonzepte und eine schnelle, gezielte Unterstützung können den Krankheitsverlauf deutlich positiv beeinflussen. „Frühe Intervention verbessert nicht nur die Prognose, sondern kann das Leben der Betroffenen nachhaltig erleichtern und bestenfalls verhindern, dass sie lebenslang Schmerzen haben“, betont die DMKG- zertifizierte Kopfschmerzexpertin Imke Starp.

Wer bereits länger unter Schmerzen leidet, findet heute vielfältige Therapieansätze: Neben individuell angepassten Medikamenten kommen psychologische Unterstützung, Bewegungs- und Entspannungstherapien sowie Biofeedback oder Physiotherapie zum Einsatz. Studien zeigen: Besonders multidisziplinäre Programme verbessern die Funktionsfähigkeit und die Lebensqualität deutlich.

Eine Übersicht aller Veranstaltungen am bundesweiten Aktionstag gegen den Schmerz, dem 2. Juni, ist auf der Website der Schmerzgesellschaft unter www.schmerzgesellschaft.de verfügbar, ebenso wie umfassende Patienteninformationen zum Thema Schmerz.

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