Freie Kliniken Bremen — Vierfach umsorgt

Rotes Kreuz Krankenhaus

05.09.2019

Zugkraft für das Knochenwachstum

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Chefarzt Dr. Dirk Hadler und Patientin im Beitrag von Radio Bremen TV zum Thema Segmenttransport

Wenn zum Beispiel nach einem Unfall größere Knochenteile und infiziertes Gewebe radikal entfernt werden müssen, ist guter Rat teuer. Eine Amputation war lange Zeit der einzige Behandlungsweg. In Bremen hat sich Dr. Dirk Hadler, Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie am Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen (RKK) auf ein besonderes Verfahren spezialisiert, dass die drohende Amputation einer Extremität verhindern kann: den Segmenttransport, einem biologischen Knochendefektaufbau. Als sich Patientin Maren Leppins Knochen nach einem Motorradunfall 2017 bei der Behandlung infizierte und nicht mehr heilte, kam sie 2019 ins RKK. Hier soll ihr Knochen mithilfe eines externen Ringfixateurs neu wachsen.

Der Segmenttransport nimmt im Operationssaal seinen Anfang: Der Chirurg durchtrennt den Knochen an einer geeigneten Stelle und verbindet den Fixateur mithilfe von Schrauben und Drähten an den beiden Knochenenden. Schon wenige Tage nach der OP beginnt im Knochen der Wachstumsprozess. Mehrmals täglich muss nun, 10 Tage nach der dreistündigen OP, auch Frau Leppin eigenständig und nach einem festgelegten Schema an einer kleinen Schraube am oberen Ende des Fixateurs drehen – bei einem Defekt von 5,5 cm etwa 55 Tage lang. Dadurch wird das gesunde Gewebe auseinandergezogen, um insgesamt einen Millimeter täglich. Im entstehenden Zwischenraum bildet sich neue Knochenmasse.

Dieser neu gebildete Knochen ist stabiler, als wenn Knochenmaterial aus dem Beckenkamm genommen und der Defekt damit aufgefüllt würde. Regelmäßige Röntgenuntersuchungen sichern in dieser Zeit den korrekten Fortschritt der Therapie. Bis der Knochen wieder normal belastet werden kann, braucht es noch einmal doppelt so lange. Während der Knochen nach dem Entfernen des Ringfixateurs vollständig aushärtet, wird Frau Leppin noch etwa sechs bis acht Wochen lang eine stabilisierende Orthese tragen und durch regelmäßige Physiotherapie den Knochen und die Muskeln stärken müssen.

Den Beitrag im Radio Bremen TV vom 4.9.19 ansehen…

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