20.01.2010
Zum Helden geboren
Unter dem Motto „Zum Helden geboren“ plakatiert die gemeinnützige DKMS Nabelschnurblutbank aus Dresden derzeit stadtweit in Bremen, und das Diako ist eines der Krankenhäuser in Bremen, das mit der DKMS kooperiert.
Professor Dirk Kieback, Chefarzt der Frauenklinik im Diako, erläutert, dass werdende Eltern im Diako ab sofort das Nabelschnurblut ihres Kindes kostenlos an die öffentliche Stammzellenbank in Dresden spenden können. Der Mediziner betont, dass die Stammzellen, die aus dem an die DKMS gespendeten Nabelschnurblut gewonnenen werden, allen Patienten zugänglich sind.
Nach Auskunft des Arztes ermöglicht es das DIAKO jedoch auch, dass Eltern das Nabenschnurblut für eine mögliche schwere Erkrankung ihrer eigenen Kinder einlagern lassen. Dies sei in Zusammenarbeit mit privaten Anbietern möglich und müsse von den Eltern bezahlt werden.
Die Spende von Blut aus der Nabelschnur ist für Mutter und Kind völlig frei von Schmerzen und Risiken. Stammzellen aus Nabelschnurblut können Menschen helfen, die an Krankheiten leiden, bei denen die eigenen Stammzellen nicht richtig funktionieren oder von Krebszellen verdrängt werden. Diese schweren Krankheiten sind zzum Beispiel Leukämie und andere lebensbedrohliche Erkrankungen des blutbildenden Systems. Bereits bei über 70 Erkrankungen konnten diese Stammzellen erfolgreich eingesetzt werden. In vielen Fällen kann aber nur die Übertragung gesunder Stammzellen eines Fremdspenders den Patienten Hoffnung auf ein neues Leben geben. Weitere Informationen unter www.dkms-nabelschnurblutbank.de.