Freie Kliniken Bremen — Vierfach umsorgt

Hernienzentrum

Im Interesse einer schmerzarmen, zügigen Heilung

Seit einigen Monaten gibt es das Bremer Hernienzentrum. Oberarzt Dr. Hamudi El-Armouche betont die enge Kooperation zwischen der chirurgischen Klinik des DIAKO und dem Chirurgischen Praxisverbund Hastedt von Ralf Ladberg.

Von Ingo Hartel

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Dr. Hamudi El-Armouche erläutert einem Patienten, wie der Bruch verschlossen werden kann.
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Professor Dr. Stephan M. Freys, Chefarzt der chirurgischen Klinik des DIAKO

Dr. Hamudi El-Armouche berichtet, dass sich die Therapie von Hernien im Verlauf der vergangenen Jahre entscheidend verbessert hat. Durch neu entwickelte Operationstechniken und die Verfügbarkeit moderner Kunststoffnetze stehe eine Vielzahl von Behandlungsmethoden zur Verfügung. Internationale Behandlungsstandards gehen auf wissenschaftliche Evaluationen zurück. »Diesen ist das Bremer Hernienzentrum verpflichtet«, versichert El-Armouche. »So können wir jedem Patienten ein für seine individuelle Situation besonders geeignetes Operationsverfahren anbieten.«

Im Bremer Hernienzentrum werden laut Ralf Ladberg alle Operationen von einem spezialisierten Ärzteteam nach extra entwickelten Behandlungsleitfäden durchgeführt. »Unser Ziel ist es, jedem Patienten mit einem Bauchwandbruch die bestmögliche Therapie zukommen zu lassen, um eine dauerhafte, schmerzarme und zügige Heilung zu erreichen.« Ladberg verweist auf die enge Kooperation mit den Kollegen der Orthopädie, Urologie und Gynäkologie des DIAKO. Die ist vor allem bei Differenzialdiagnosen von Vorteil: Erkrankungen mit ähnlicher oder nahezu identischer Symptomatik. Diese müssen vom behandelnden Arzt neben der eigentlichen Verdachtsdiagnose ebenfalls als mögliche Ursachen der Patientenbeschwerden in Betracht gezogen werden.

Professor Dr. Stephan M. Freys, Chefarzt der chirurgischen Klinik, ergänzt: »Mit dem Hernienzentrum wollen wir zur Weiterentwicklung der Patientenversorgung beitragen.« Entsprechend übernimmt der Chirurgische Praxisverbund Hastedt von Ralf Ladberg automatisch die ambulante Nachsorge aller im Bremer Hernienzentrum behandelten Patienten.

Dank dieser Patientenbetreuung aus einer Hand ist eine aktive Beteiligung an der deutschlandweiten Studie ›Herniamed‹ möglich. Kernpunkt des Projekts ist eine internetbasierte Qualitätssicherung. Alle beteiligten Kliniken und niedergelassenen Chirurgen lassen Informationen zu sämtlichen durchgeführten Hernienoperationen einfließen. Die Behandlungsergebnisse werden bis zu zehn Jahre nachverfolgt, um später auftretende Probleme erkennen zu können. Auf Basis dieser Ergebnisse können die Experten die besten Therapieoptionen entwickeln.

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Ralf Ladberg, Chirurgischer Praxisverbund Hastedt

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Hernien

Bauchgewebe- oder Eingeweidebrüche (Hernien) sind die Folge von schwachem Bindegewebe oder einer zu gering ausgeprägten Muskulatur. Ein solcher Bruch ist eine Ausstülpung des Bauchfells durch angeborene oder erworbene Lücken in den tragenden Schichten der Bauchdecke oder der inneren Begrenzung der Bauchhöhle. Betroffen sein können die Bauchdecke, die Leistenbeuge, das Zwerchfell oder der Beckenboden. Die häufigsten Diagnosen betreffen Brüche der Leiste oder des Nabels, von Narben, Schenkeln und Zwerchfell.

Kontakt

Prof. Dr. Stephan M. Freys
Chefarzt der Chirurgischen Klinik
0421 6102-1101
chirurgie@diako-bremen.de

DIAKO Ev. Diakonie-Krankenhaus
Gröpelinger Heerstraße 406-408
28239 Bremen
www.diako-bremen.de

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