Freie Kliniken Bremen — Vierfach umsorgt

Handchirurgie

»Alle chirurgischen Fachdisziplinen auf engstem Raum«

Seit Oktober 2020 ist Dr. Giuseppe Broccoli als neuer Chefarzt im Zentrum für Hand- und Rekonstruktive Chirurgie der Roland-Klinik tätig. Mit seinem Team aus acht Fachärzten betreut er das gesamte Spektrum der handchirurgischen Medizin.

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Dr. Giuseppe Broccoli ist Experte für alle Krankheitsbilder und Verletzungen der Hand sowie des Handgelenkes.

Gesundheit:Bremen: Wie kamen Sie zu Ihrem Fachgebiet Handchirurgie?
Dr. Giuseppe Broccoli: Seit meiner Studienzeit bin ich davon fasziniert. In der Hand vereinigen sich auf engstem Raum alle chirurgischen Fachdisziplinen: von der einfachen Wundversorgung durch eine Naht über die Gipsbehandlung bis hin zur spezialisierten Versorgung komplexer Verletzungen, zum Beispiel an Nerven und Gefäßen unter dem Mikroskop. Die Wiederherstellung der Handfunktion und der damit verbundenen Fähigkeiten hat oberste Priorität. Eine anspruchsvollere, befriedigendere Tätigkeit kann ich mir nicht wünschen.

Was sind Ihre Schwerpunkte?
Durch meine mehrjährige Weiterbildung in einem überregionalen Traumazentrum und die Tätigkeit als Oberarzt sowie leitender Arzt in der Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie liegt mein Schwerpunkt auf der Versorgung von Verletzungen der Hand und deren Gelenken sowie den passenden Folgetherapien. Hinzu kommen gewebeschonende Behandlungsverfahren, wie die Schlüssellochchirurgie, die Versorgung von Brüchen oder die Versteifung von Fingerendgelenken mit speziellen Titanschrauben über winzige Hautschnitte.

Wie hat sich die Handchirurgie in den vergangenen Jahren weiterentwickelt?
Die computergestützte Chirurgie, kurz CAOS (›computer-assisted orthopaedic surgery‹), ist eine der herausragenden Weiterentwicklungen in der Handchirurgie, da sich damit die Präzision bestimmter Eingriffe optimieren lässt. Dies gilt zum Beispiel bei der operativen Behandlung von knöchernen Fehlstellungen durch individuell angefertigte Bohr- und Sägeschablonen sowie Platten und Implantate. So können wir die OP-Dauer dank Computerunterstützung beträchtlich verkürzen. Darüber hinaus werden sowohl die Strahlungseinwirkung als auch die operationsbedingten Gewebeschäden bei komplexeren Eingriffen verringert.

Was hat Sie aus der Schweiz nach Norddeutschland gezogen?
Vieles hat für den Wechsel nach Bremen gesorgt. Einerseits das Privileg, die Chefarztnachfolge in einer der wenigen handchirurgischen Fachabteilungen in Deutschland antreten zu dürfen, die von der Federation of European Societies for Surgery of the Hand (FESSH) als ›Europäisches Hand-Trauma-Center‹ zertifiziert ist und damit auch 24-Stunden-Not- und Bereitschaftsdienst bietet. Außerdem ist es die einzige rein handchirurgische Abteilung zum Schwerstverletzungsartenverfahren Hand in Bremen, die von der Berufsgenossenschaft zugelassen ist. Zum anderen reizt mich die Chance, ein großes Team aus Spezialisten übernehmen zu können. Und als gebürtiger Hannoveraner freue ich mich natürlich, wieder gemeinsam mit meiner Familie in Norddeutschland zu leben.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Mein Aufgabengebiet als Chefarzt ist stimmig, ebenso das professionelle Umfeld der Roland-Klinik, verbunden mit der Konzentration auf das handchirurgische Fachgebiet. Da bleiben kaum Wünsche offen. Ich freue mich, dieses erfahrene Team leiten und weiterentwickeln zu dürfen.

Das Gespräch führte Tine Klier

Kontakt

Dr. Giuseppe Broccoli
Chefarzt im Zentrum für Hand- und Rekonstruktive Chirurgie
0421 8778-155
handchirurgie@roland-klinik.de

Roland-Klinik
Niedersachsendamm 72/74
28201 Bremen
www.roland-klinik.de
www.facebook.com/rolandklinik

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