Freie Kliniken Bremen — Vierfach umsorgt

Anlaufstelle für Notfallpatienten

Bessere Versorgung für Notfälle

Mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Bremen hat das St. Joseph-Stift eine zentrale Anlaufstelle für Notfallpatienten eingerichtet. So lassen sich Wartezeiten verkürzen und Notfälle noch schneller behandeln.

Von Silke Meiners

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Larissa M. plagen Bauchschmerzen. Da Samstag ist, geht sie nicht zum Hausarzt, sondern in die Notaufnahme des St. Joseph-Stift. Viele andere Menschen machen es genauso. Die Folge: überfüllte Notaufnahmen und unnötig längere Wartezeiten – vor allem für die Patienten, die echte Notfälle sind.

Aus diesem Grund haben die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Bremen und das St. Joseph-Stift eine erste Anlaufstelle für Notfallpatienten eingerichtet. Geschultes Fachpersonal ermittelt dort mithilfe einer Software die Dringlichkeit und entscheidet dann, wo die Patienten am besten behandelt werden: in der Notaufnahme, beim KV-Bereitschaftsdienst oder beim Hausarzt. Dabei erstellt die Software SmED (Strukturierte medizinische Ersteinschätzung in Deutschland) keine Diagnose, sondern gibt lediglich eine erste Einschätzung. Und das sehr schnell. Deuten die Beschwerden auf einen Notfall, schlägt das System sofort Alarm und der Patient wird umgehend in die Notaufnahme gebracht. Werden die Symptome hingegen als nicht lebensbedrohlich eingestuft, kümmern sich die ambulanten KV-Bereitschaftsärzte um den Fall.

An der neuen Anlaufstelle im St. Joseph-Stift geht eine medizinische Fachkraft mit Larissa den Fragenkatalog durch. Dabei erkundigt sie sich nach Patientendaten, Beschwerden, Begleiterscheinungen, Vorerkrankungen und Medikation. Nach wenigen Minuten steht fest: Larissa ist kein Notfall. Empfohlen wird jedoch eine ärztliche Versorgung am gleichen Tag. Larissa nimmt im Wartezimmer Platz und wird dann zur KV-Bereitschaftsärztin gerufen. Diese stellt nach gründlicher Untersuchung eine leichte Verdauungsstörung fest. Larissa kann mit einem Rezept für ein Medikament die Praxis verlassen.

Die Verbindung zwischen ambulantem und stationärem Notfallsektor in Form einer Kooperation von Kassenärztlicher Vereinigung und dem Krankenhaus St. Joseph-Stift hat Modellcharakter für ganz Deutschland und ist bereits eine entwickelte Struktur auf dem Weg zu einem Integrierten Notfallzentrum (INZ). Dank der Kooperation werden Patienten sofort an die richtige Stelle geleitet und Wartezeiten verkürzt. Das entlastet das Team der Notaufnahme, das sich jetzt noch schneller um die Notfälle kümmern kann, die auf eine umgehende Behandlung angewiesen sind.

Notfall oder nicht?

Sie haben Beschwerden und sind sich nicht sicher, ob Sie ein Notfall sind oder nicht? Unter der kostenlosen Servicenummer 116117 der Kassenärztlichen Vereinigung erhalten Sie eine Ersteinschätzung und werden dann zum Haus- oder Facharzt, zum Ärztlichen Bereitschaftsdienst oder zur Notaufnahme weitergeleitet.

Sie können auch zur zentralen Anlaufstelle für Notfallpatienten des St. Joseph-Stift und der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Bremen kommen. Diese befindet sich im St. Joseph-Stift Bremen, Eingang Notaufnahme, Schubertstraße.

Kontakt

Gemeinsamer Tresen
Zentrale Anlaufstelle für Notfallpatienten des St. Joseph-Stift und der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Bremen
St. Joseph-Stift Bremen,
Eingang Notaufnahme, Schubertstraße
116 117

Krankenhaus St. Joseph-Stift Bremen

Schwachhauser Heerstraße 54

28209 Bremen

www.sjs-bremen.de
www.facebook.com/stjosephstift

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