Freie Kliniken Bremen — Vierfach umsorgt

Meniskus-Riss

Eine Frau kämpft sich durch

Querfeldein-Radrennweltmeisterin Manja Pleuß ist nicht zu stoppen – auch nicht von Verletzungen. Im Rotes Kreuz Krankenhaus vertraut sie auf das Team, das wiederholt ihr Knie behandelte.

Von Dorothee Weihe

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Über Stock und Stein: Seit 2008 fährt Manja Pleuß bei Cyclocross-Rennen mit.

Manja Pleuß ist Sportlerin mit Leib und Seele. Mit 14 Jahren gewinnt sie die DDR-Meisterschaften im Judo. 1993, nach dem Umzug der Familie nach Niedersachsen, kämpft die Judoka sogar in der ersten und zweiten Bundesliga. Mit 30 Jahren beendet Manja Pleuß ihre Judo-Karriere – nicht ganz ohne Blessuren. Ein Bruch des linken Wadenbeins erfordert eine Zwangspause.

Durch das Training nach dem Bruch entdeckt die junge Frau ihre nächste sportliche Leidenschaft: das Fahrradfahren. Das hilft ihr, wieder fit zu werden. Aber dabei belässt sie es nicht. Manja Pleuß kauft sich ein Mountainbike und beginnt mit ihrem Ehemann Radtouren über Stock und Stein – zunächst rund um Bruchhausen-Vilsen, wo sie lebt. Ab 2008 nimmt sie bereits an offiziellen Querfeldeinrennen teil. »Diese Sportart, auch Cyclocross genannt, hat sich schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelt, weil die Rennradfahrer in der Saison zwischen Oktober und Februar auf den Straßen nicht gut fahren konnten, aber trotzdem nicht mit dem Training aussetzen wollten«, erläutert Pleuß. Mit dem herkömmlichen Radrennsport hat diese Disziplin allerdings wenig zu tun. Auf Rundkursen von meist ein bis drei Kilometern geht es über Feld- und Waldwege – Sandgruben und enorm steile Passagen inklusive. Jeder kennt mittlerweile die Bilder aus dem Fernsehen oder Internet, die zeigen, wie dreckbespritzte Mountainbiker ihre Räder schultern und sich schlammige Anstiege hochkämpfen. Der professionelle Querfeldeinsport ist vor allem in Belgien und den Niederlanden zu Hause, erfreut sich aber überall in Europa immer größerer Beliebtheit. Pleuß wird in der Schweiz 2013 und 2014 Weltmeisterin der Frauen in der Altersklasse 40 bis 45 Jahre.

2017 fängt das linke Knie der Sportlerin an zu schmerzen. Acht Wochen wartet sie auf Besserung, dann zieht sie auf Empfehlung einer Freundin Dr. Dirk Hadler, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Wiederherstellungschirurgie im Rotes Kreuz Krankenhaus, zurate. Eine Magnetresonanztomografie (MRT) in der Klinik zeigt: Der Meniskus ist eingerissen. Dr. Hadler glättet in einer OP den Riss und die Strukturen der Innenseite. Nach zwei Tagen auf Krücken startet die zu diesem Zeitpunkt 44-Jährige die Krankengymnastik und ist nach vier Wochen wieder fit. 2019 holt sie sich erneut einen Termin bei Dr. Hadler, denn sie hat sich das rechte Knie verdreht. Die Anzeichen lassen zunächst vermuten, dass nur das Innenband gedehnt ist. Doch leider liegt erneut eine Meniskusverletzung vor. Nach der OP, zwei Tagen an Krücken und vier Wochen Krankengymnastik trainiert Manja Pleuß bereits wieder.

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Normalerweise rast Manja Pleuß auf ihrem Fahrrad querfeldein durch die Natur. Beim Rad­training mit Chefarzt Dr. Dirk Hadler lässt sie es gemächlicher angehen.

»Für mich war es super, dass die Weiterversorgung meiner Verletzungen, auch die OPs, vom gleichen Team direkt im RKK stattfinden konnte.« Selbst die Nachbehandlung und Versorgung mit Unterarmgehstützen sei von der Klinik aus organisiert worden.

»Zu uns ins Krankenhaus kommen viele Leistungs- oder Breitensportler, die aufgrund einer Verletzung schnelle und kompetente medizinische Hilfe suchen«, erläutert Chefarzt Dr. Hadler. Um die passenden sportmedizinischen Experten zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu haben, bündelt die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie im Bereich Unfall- und Wiederherstellungschirurgie die Patientenanfragen montags in der Terminambulanz, organisiert wie in einer Sprechstunde beim Arzt. Wer montags mit seiner Sportverletzung kommen möchte, möge sich unbedingt vorher unter der Telefonnummer 0421-5599-521 melden, bittet Dr. Hadler. Bei akuten Verletzungen steht im Rotes Kreuz Krankenhaus die Zentrale Notaufnahme täglich 24 Stunden zur Verfügung. Und Manja Pleuß – was ist ihr nächstes großes Ziel? »Na, die Weltmeisterschaft im Querfeldein-Radrennen Ende 2020 in Belgien«, sagt sie lächelnd.

Kontakt

Dr. Dirk Hadler
Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie/
Bereich Unfall- und Wiederherstellungschirurgie
Tel. 0421 5599-531
hadler.d@roteskreuzkrankenhaus.de

Rotes Kreuz Krankenhaus
St.-Pauli-Deich 24
28199 Bremen
www.roteskreuzkrankenhaus.de

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