Freie Kliniken Bremen — Vierfach umsorgt

Beidseitige Endoprothetik

Überraschend schnell wieder mobil

Zwei Knie- oder Hüftprothesen in einer Operation: Die beidseitige Endoprothetik im DIAKO bietet bei fortgeschrittener symptomatischer Arthrose an beiden Gelenken einen großen Vorteil für die Patienten.

Von Ingo Hartel

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Aufgrund von Arthrose war Uwe Casjens lange Zeit in der Bewegung eingeschränkt. Nach einer OP, bei der er einen beidseitigen Knie-Gelenk­ersatz erhielt, erfreut sich der 74-Jährige an seiner neu gewonnenen Mobilität.

Uwe Casjens ist überrascht, wie schnell er wieder auf den Beinen ist. »Erst vergangene Woche habe ich im linken und im rechten Knie eine Schlittenprothese bekommen. Und jetzt staunen selbst die Schwestern, dass ich so viel herumwandere. Es geht einfach prima. Ich könnte zwar auch ohne die Krücken gehen, aber Professor Bohnsack meint, ich solle sie zur Sicherheit zunächst noch dabeihaben.«

Der 74-jährige Delmenhorster war schon lange in seinen Bewegungen eingeschränkt. Die Arthrose in den Knien schmerzte, und »die Treppen habe ich mich wegen der Schmerzen und der Unbeweglichkeit nur noch hochgezogen«. Vor der OP habe er gemeinsam mit seiner Frau noch die Familie der Tochter in Stockholm besucht, aber er konnte weder mit den Enkeln spielen noch die Stadt erkunden. »Es war sehr mühsam und ich musste mich zurückziehen. Ich hoffe aber, dass ich bald wieder wie ein Rehlein laufen kann.«

Der Pensionär, der viele Jahre als Richter am Amtsgericht in Bremen tätig war, hatte die OP lange hinausgezögert. Aber nach einem Vortrag von Chefarzt Bohnsack stand für ihn fest: »Jetzt lasse ich es machen!« Seine Frau Karin, eine Physiotherapeutin, war skeptisch, dass er beide Knie in einem Eingriff machen lassen wollte. Doch nach der Beratung durch den Orthopäden stand seine Entscheidung fest.

Michael Bohnsack erklärt: »Es zeigte sich, dass die Kreuzbänder beider Knie intakt waren. Daher habe ich vorgeschlagen, Teilprothesen einzusetzen.« Der Vorteil: Die sogenannte Schlittenprothese ist mit einem viel kleineren Schnitt einzubauen und wird von den körpereigenen Bändern geführt. »Auf diese Weise können wir die Anatomie exakt wiederherstellen und erreichen die bestmögliche Biomechanik. Das ist für die reibungslose Funktion des Gelenkes nach der Operation und den Behandlungserfolg sehr wichtig«, so Bohnsack.

In der Woche nach dem Eingriff weiß Uwe Casjens, dass er die richtige Entscheidung getroffen hat. Die Schmerzen sind weg und die Beweglichkeit verbessert sich täglich. Inzwischen dreht er seine Runden nicht mehr auf den Fluren des Krankenhauses, sondern nutzt den Rundweg, der im Park des DIAKO um die Emmaus-Kirche führt. Der aktive Pensionär ist sehr zuversichtlich, dass er nach der Reha bald wieder Fahrradtouren unternehmen kann. Auch freut sich der begeisterte Wanderer darauf, mit seiner Frau erneut auf der beliebten Wanderstrecke am Stadtrand Delmenhorsts unterwegs zu sein.

Kontakt

Prof. Dr. Michael Bohnsack
Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie
0421-6102-1501
orthopaedie@diako-bremen.de

DIAKO Ev. Diakonie-Krankenhaus
Gröpelinger Heerstraße 406–408
28239 Bremen
www.diako-bremen.de
www.facebook.com/diako.bremen

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