Freie Kliniken Bremen — Vierfach umsorgt

Volksleiden

Chronische Erkrankungen

Eine chronische Krankheit verändert das Leben grundlegend. Die Experten in den Freien Kliniken Bremen bieten umfangreiche medi­zinische Behandlungsstrategien und vermitteln hilfreiche Tipps und Kontakte.

Von Kerstin Radtke

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Eine vollständige Heilung ist nicht möglich – nach einer solchen Diagnose kann der Blick in die Zukunft zunächst deprimierend sein. In dieser heraus­for­dernden Situation hilft es Patienten jedoch zu lernen, diese anzunehmen und den Blick ­zuversichtlich auf moderne Behandlungsmöglichkeiten und Selbsthilfe­strategien zu lenken.

Laut der Studie ›Gesundheit in Deutschland aktuell 2012‹* leidet mehr als die Hälfte der über 65-jährigen Deutschen an mindestens einer chronischen Erkrankung. Es entfallen drei Viertel der Todesfälle und rund ein Viertel der Krankheitskosten auf die häufigsten Erkrankungen: solche der Atemwege und des Herz-Kreislauf-Systems, Diabetes mellitus und Krebs. Begünstigende Faktoren sind Tabak- und Alkoholkonsum, schlechte Ernährung und zu wenig körperliche Bewegung. Die Krankheiten können genetisch verursacht sein, in diesen Bereich fallen aber auch psychische oder Muskel- und Skeletterkrankungen (Multiple Sklerose) sowie Seh- und Hörbeeinträchtigungen. Zwar wiegt nicht jede Diagnose medizinisch gleich schwer, nicht jede ist direkt oder kurzfristig lebensbedrohlich. Durch eine gesunde Lebensweise können aber der Verlauf und der Schweregrad einer permanent vorhandenen oder immer wieder auftretenden Krankheit im Umkehrschluss abgemildert oder deren Ausbruch sogar verzögert und verhindert werden.

Vielfältige Ausprägungen

Per Definition dauern chronische Krankheiten lange an oder flammen wiederholt auf, sie sind grundsätzlich nicht vollständig heilbar. Arbeitsfähigkeit, Lebensqualität und Sterblichkeit der Betroffenen werden nachhaltig beeinflusst; darüber hinaus sind ständige beziehungsweise häufig wiederkehrende Therapieverfahren und Kontrolluntersuchungen durch medizinisches und pflegerisches Fachpersonal notwendig.

Die Expertenteams in den Freien Kliniken Bremen (FKB) behandeln unterschiedliche chronische Krankheitsbilder, darunter Gefäßverschluss, morbide Adipositas, wiederkehrender Krebs, Endometriose und Arthrose. Zum Einsatz kommen dabei – oft fachübergreifend – moderne, individuell abgestimmte Behandlungsmöglichkeiten.

Chronische Krankheit & Psyche

Die psychische Belastung, die mit einer chronischen Erkrankung einhergeht, ist immens. Neben einer qualifizierten psychologischen Betreuung innerhalb der FKB-Häuser sind vor allem Selbsthilfegruppen geeignet, um die eigene Diagnose und deren Folgen einzuordnen. Parallel profitieren Patienten und Angehörige von regelmäßigen informativen Vorträgen über chronische Krankheiten (Termine unter Veranstaltungen). Zusätzlich können die Betroffenen den Herausforderungen einer chronischen Krankheit mit einigen grundsätzlichen Strategien (siehe unten) begegnen.

* Quelle: Robert Koch-Institut

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Hilfreiche Tipps: Das können Betroffene tun

Mit einer Kombination aus Ablenkung und Ruhe gewinnen Betroffene trotz chronischer Krankheit mehr Lebensqualität.

Gesunder Genuss

Eine chronische Krankheit zehrt körperlich und psychisch an der Substanz. Unterstützen Sie Leib und Seele mit einer ausgewogenen, gesunden Ernährung sowie ausreichend Flüssigkeit. Fragen Sie Ihren Arzt nach Lebensmitteln, die für Sie und Ihre Krankheit besonders geeignet sind.

Ausgleich & Entspannung

Erleben Sie bewusst positive Momente. Der Besuch oder Anruf eines lieben Freundes oder von Verwandten zum Beispiel. Das Frühstück mit dem Partner. Zeit für Ihr (neues) Hobby. Sport- und Entspannungsarten, eventuell in einer Gruppe. Ein fesselndes Buch, ein Konzert (auf CD) oder die Lieblingssendung im Fernsehen. Freuen Sie sich über kleine, einfache Dinge, etwa eine Tasse Tee mit Blick in den Garten.

Information & Kontakte

Informieren Sie sich gut über Ihre Erkrankung. Finden Sie heraus, was Sie selbst tun können, um möglichst eigenständig und aktiv zu bleiben. Im Internet zu googeln ist keine gute Idee, stattdessen sind die behandelnden Ärzte die idealen Ansprechpartner. Gibt es eine passende Selbsthilfegruppe? Reden Sie dort über Ihre Sorgen und Ängste, statt sich einzuigeln und zu grübeln.

Struktur & Hilfe

Regelmäßige Aufgaben und Verabredungen strukturieren den Alltag: Vereinsabende oder die Gassi-Runde mit dem Hund. Akzeptieren Sie aber, dass Sie wahrscheinlich – vor allem körperlich – nicht mehr genauso ›funktionieren‹ können wie früher. Wenn Sie etwas nicht allein schaffen: Suchen Sie sich Hilfe im persönlichen Umfeld oder von ausgebildeten Fachkräften. Wenn das Leben zur Last wird: Bei Zukunftsängsten und seelischen Erkrankungen finden Sie Hilfe durch psychologische Unterstützung.

Kontakt

freieklinikenbremen.de/links
Unter dem Stichwort ›Selbsthilfe‹ gibt es Adressen für Patienten, zum Beispiel mit Migräne, Morbus Bechterew und Rheuma.

Netzwerk Selbsthilfe Bremen-Nordniedersachsen e. V.
Faulenstraße 31, 28195 Bremen
Telefon 0421-70 45 81
info@netzwerk-selbsthilfe.com
www.selbsthilfe-wegweiser.de
www.netzwerk-selbsthilfe.com

Bei der Suche nach einer der mehr als 200 Bremer Selbsthilfegruppen unterstützen auch behandelnde Ärzte, Krankenkassen und das
Gesundheitsamt, Horner Straße 60–70, 28203 Bremen
0421-361-151 63 oder 361-158 29
www.gesundheitsamt(…)selbsthilfe

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