Freie Kliniken Bremen — Vierfach umsorgt

Spinalkanalstenose

Wie eine Sanduhr

Roland-Klinik. Bei einer Spinalkanalstenose ist der Wirbelkanal aufgrund altersbedingter Veränderungen verengt. Schmerzen bis in die Beine sind die Folge. Experten weiten den Wirbelkanal minimalinvasiv.

Von Yvonne Paeßler

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Bei der Spinalkanalstenose verursachen sich vorwölbende Bandscheiben und vergrößerte Wirbelgelenke Schmerzen, Schwäche und ein Taubheitsgefühl in den Beinen.

Beim Gehen schmerzt der Rücken, die Beine fühlen sich schwach und taub an. Immer wieder müssen Betroffene Pausen einlegen, stehen bleiben, sich hinsetzen. Die sogenannte ›Schaufensterkrankheit‹ ist eines der Symptome für eine Spinalkanalstenose. Diese häufig im Alter auftretende Rückenerkrankung hat laut Klaus-Eberhard Kirsch, Chefarzt im Wirbelsäulenzentrum der Roland-Klinik, mittlerweile fast den Charakter einer Volkskrankheit, derart häufig kommt sie aufgrund steigender Lebenserwartung und eines hohen Durchschnittsalters vor.  Ursache in diesen Fällen: Verschleiß. Mit steigendem Alter verlieren die Bandscheiben an Elastizität und können weniger Wasser binden. Sie wölben sich dann in den Wirbelkanal hinein, durch den Rückenmark und Nervenstränge verlaufen. Hinzu kommen verdickte und erschlaffte Bänder, die eigentlich Halt geben sollen, den Wirbelkörpern nun aber zu viel Spielraum lassen. Auf diese Mehrbelastung reagieren sie mit knöchernen Ausbauten, die den Kanal zusätzlich einengen. »An einigen Stellen hat der Wirbelkanal dann die Form einer Sanduhr und lässt zu wenig Platz für die durchziehenden Nerven«, erklärt Kirsch.

Lendenwirbelsäule am häufigsten betroffen

Die Verengung im Bereich der Lendenwirbelsäule ist am häufigsten und macht sich neben schleichend schlimmer werdenden Rückenproblemen vor allem durch ausstrahlende Schmerzen sowie Schwäche und Taubheitsgefühl in den Beinen bemerkbar. Hauptsächlich treten die Schmerzen beim aufrechten Gehen und Stehen auf, »weil sich der Kanal in aufrechter Position verengt beziehungsweise noch enger wird. Beim Vorbeugen und Sitzen reduzieren sich die Symptome meist«, so Kirsch. Das sei ein erster Hinweis auf die Spinalkanalstenose. Ganz sicher kann eine Diagnose vom Orthopäden per bildgebendem Verfahren wie der Magnetresonanztomografie (MRT) oder – zum Beispiel bei Patienten mit Herzschrittmacher – per Computertomografie (CT) gestellt werden.

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Klaus-Eberhard Kirsch, Chefarzt des Wirbelsäulenzentrums der Roland-Klinik

Operation verspricht langfristigen Erfolg

»Konservative, also nicht-operative Therapien sind zur Behandlung einer Spinalkanalstenose fast immer die erste Wahl. Allerdings lindern sie die Schmerzen meist nur vorübergehend. Das eigentliche Problem, nämlich den verengten Kanal, beheben sie auf Dauer nicht«, betont Wirbelsäulenchirurg Kirsch. Daher sei zur dauerhaften Linderung häufig eine Operation notwendig. Insbesondere ein Eingriff an der Lendenwirbelsäule sei bis ins hohe Alter oft möglich. »Wir arbeiten minimalinvasiv. Durch einen kleinen Schnitt von circa drei Zentimetern können wir den Wirbelkanal unter dem OP-Mikroskop operativ weiten«, sagt Kirsch. Zwar sei das – allein durch die Nähe zum Rückenmark – sehr anspruchsvoll, für erfahrene Operateure aber mittlerweile Routine. Bereits am Tag nach der OP können Patienten aufstehen und gehen. Die Mehrheit stellt bereits kurz nach dem Eingriff eine deutliche Besserung fest und kann längere 
Fußwege ohne Unterbrechung zurücklegen.

Kontakt

Klaus-Eberhard Kirsch
Chefarzt Wirbelsäulenzentrum
0421-8778-253
wirbelsaeulenzentrum@roland-klinik.de

Roland-Klinik
Niedersachsendamm 72/74
28201 Bremen
www.roland-klinik.de
www.facebook.com/rolandklinik

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