Freie Kliniken Bremen — Vierfach umsorgt

Kniegelenkersatz

Mut macht mobil

Im Endoprothetikzentrum des Rotes Kreuz Krankenhaus sorgen Chefarzt Ingo Arnold und sein Team mit viel Erfahrung rund um Kniegelenkersatz für Beweglichkeit.

Von Dorothee Weihe

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Eineinhalb Wochen stationär im RKK, drei Wochen ambulante Reha und danach jeden Tag den Spaziergang ein kleines bisschen verlängern – so soll es auch beim zweiten Kniegelenkersatz wieder laufen, wünscht sich Hilde B.

»›Na, die hat Mut!‹ – das haben sicher einige meiner Freunde gedacht«, meint Hilde B. schmunzelnd. Die 83-Jährige hat Arthrose in beiden Knien, lebt seit 2015 mit einem Gelenkersatz im linken Knie und hat sich zusätzlich für eine Prothese im rechten entschieden. »Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht. Aber ich merke einfach täglich den riesigen Unterschied zwischen beiden Seiten. Außerdem weiß ich, worauf ich mich einlasse: Es ist kein Zuckerschlecken, aber ich traue mir das durchaus ein zweites Mal zu.« Zu Hause herumzusitzen war für die Delmenhorsterin trotz Schmerzen nie eine Option. »Mein Mann und ich lieben Spaziergänge – am Strand, aber auch in der heimischen Umgebung. Ich war immer ein Typ, der viel auf den Beinen ist«, sagt die rüstige Dame.  »Patienten wie Frau B. sehen wir heute viel häufiger als früher«, so Dr. Ingo Arnold, Leiter des zertifizierten Endoprothetikzentrums des Rotes Kreuz Krankenhaus (RKK). »Das Bedürfnis nach Selbstständigkeit und Lebensqualität ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen bis ins hohe Alter steigt«, weiß der Chefarzt. Die hohen Anforderungen, die Patienten an künstliche Gelenke und deren Funktionalität stellen, können moderne Prothesen durchaus erfüllen – wie Studien belegen.

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Dr. Ingo Arnold, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie im RKK

Worauf müssen ältere Patienten beim Gelenkersatz achten?

Der Abbau körperlicher Funktionen im Alter ist ein unaufhaltsamer Prozess, die Leistungsfähigkeit von Knochen und Muskeln sinkt. »Aber auch wenn jüngere Patienten im Schnitt schneller und komplikationsloser mobil werden, ist der Gelenkersatz heute selbst für Ältere eine sichere Behandlungsoption«, betont Arnold. Zur Vorbereitung auf die Operation wird das individuelle Risikoprofil geklärt, Harnwegs- oder Zahninfektionen und Hautpilze sollten unbedingt ausgeheilt sein. »Auch der MRSA-Abstrich zum Ausschluss multiresistenter Keime ist ein Muss«, sagt der Gelenkexperte. Um einen Mangel an Eisen, Folsäure und Vitamin B12 auszuschließen, empfiehlt sich eine Laboranalyse. Außerdem ratsam: Genügend trinken und proteinreich essen, dann baut der Körper nach der OP weniger Muskelmasse ab. Physiotherapie und Muskelkräftigung sind sowohl vor als auch nach der OP notwendig, um Schmerzen zu reduzieren und die Gelenkfunktion zu verbessern.  Gerade bei älteren Patienten macht die enge Zusammenarbeit sämtlicher medizinischer Fachrichtungen Sinn. Im RKK arbeiten Nephrologen, Diabetologen, Kardiologen, Rheumatologen, Anästhesisten, Physiotherapeuten und Schmerztherapeuten Hand in Hand mit den Orthopäden, um den Weg zum Gelenkersatz so sicher und reibungslos wie möglich zu gestalten.

Kontakt

Dr. Ingo Arnold
Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie und des zertifizierten Endoprothetikzentrums
Ärztlicher Leiter des Physio K
0421-5599-501
spalthoff.a@roteskreuzkrankenhaus.de

Rotes Kreuz Krankenhaus
St.-Pauli-Deich 24
28199 Bremen
www.roteskreuzkrankenhaus.de

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