Freie Kliniken Bremen — Vierfach umsorgt

Elektronische Patientenakte

Mein ePA-Merkblatt

Seit dem 1. Oktober 2025 sind Ärzt:innen verpflichtet, die elektronische Patientenakte (ePA) zu befüllen. Laut Umfrage nutzt jedoch bisher nur ein Bruchteil der Versicherten den Service, den der digitale Datenspeicher bietet. Wir haben die wichtigsten Infos für Sie zusammengestellt.

Eine Information des Verbandes der Ersatzkassen e.V. (vdek), Landesvertretung Bremen

23 Quer22 Fuerartikel

Was kann die elektronische Patientenakte für mich tun?

Die ePA ist eine Art digitaler Tresor für alle Gesundheitsdaten und ärztlichen Unterlagen zu Ihren Behandlungen. Diese liegen besonders geschützt in einem digitalen Speicher, zu dem alle Zugriff haben können, die Sie behandeln – soweit Sie diesem zustimmen. In der ePA können Arztbriefe ebenso gespeichert sein wie Abrechnungsdaten, Arzneirezepte und Impfdaten. Bislang lagen diese Unterlagen in Papierform in verschiedenen Arztpraxen, bei Ihrer Kasse oder in Ihrer Schublade. Das konnte dazu führen, dass bei einem Wechsel der Behandelnden notwendige Daten nicht vorlagen und Untersuchungen erneut vorgenommen werden mussten. Mit der ePA werden alle Informationen über Ihre bisherigen Behandlungen chronologisch sortiert gebündelt. Durch diesen Überblick können die weiterbehandelnden Fachdisziplinen Ihnen noch schneller effizient helfen. In Zukunft sollen auch alle Kliniken in der Lage sein, auf die ePA zuzugreifen.

Wie bekomme ich die ePA?

Ihre Krankenkasse hat für Sie bereits standardmäßig kostenlos eine ePA eingerichtet, es sei denn, Sie haben dem widersprochen. Die Nutzung ist freiwillig. Ein Widerspruch, entweder komplett oder auf einzelne Behandelnde bezogen, ist jederzeit nachträglich möglich. Nutzen Sie bei Fragen die telefonische Hotline Ihrer Kasse.

Welche Daten von mir werden in der ePA gesammelt?

Die Akte ist anfangs leer. Sie füllt sich nach und nach mit Informationen der Behandelnden, Ihrer Krankenkasse oder auch durch Sie selbst, indem Sie absolvierte Vorsorgetermine, ältere Befunde oder Ihren Impfpass hinzufügen. Diese Dokumente können Sie als Scan in die App hochladen. Ihr persönliches Archiv enthält dann zum Beispiel Behandlungsdokumentationen, Laborbefunde, Medikationsprozesse oder auch Entlassungsbriefe aus dem Krankenhaus mit Empfehlungen für die ambulante Weiterbehandlung. Die Krankenkassen hinterlegen hier zudem Abrechnungsdaten für mehr Transparenz.

Wie kann ich die ePA so einrichten, dass ich mich sicher fühle?

Wenn Sie ein Smartphone oder Tablet besitzen, installieren Sie dort zunächst die App Ihrer Krankenkasse. Der mehrstufige Anmeldeprozess ist komplex, damit die Daten wirklich sicher sind. Dabei hilft Ihnen aber der Versichertenservice Ihrer Kasse. Nach der Freischaltung können Sie alle gespeicherten Daten sehen, kontrollieren und festlegen, wer auf welche Daten zugreifen kann. Denn gerade bei sensiblen Gesundheitsdaten möchten Sie vielleicht nicht alle Informationen mit allen Behandelnden teilen. Über die App ist es möglich, einzelne Dokumente für die Behandelnden zu verbergen oder anzuzeigen.

Wenn Sie digital nicht so fit sind, können Sie auch eine Person Ihres Vertrauens für den Zugang zu Ihrer ePA angeben und mit Unterstützung die Daten verwalten. Falls Sie kein digitales Gerät besitzen, helfen Ihnen die Krankenkassen telefonisch oder schriftlich.

Weitere Informationen finden Sie unter: gesund-digital.info

Gesundheit Bremen 40

Inhaltsübersicht laden