Zusammenschluss
»Gemeinsam die medizinische Qualität sichern«
150 Jahre am Puls der Zeit: Der Zusammenschluss des Rotes Kreuz Krankenhauses mit der Roland-Klinik ist ein neuer Meilenstein in der Geschichte des Krankenhauses und für die Gesundheitsversorgung links der Weser. Dr. Walter Klingelhöfer, seit Januar 2026 Geschäftsführer beider Kliniken, dazu im Interview.


Betten: 302
Mitarbeitende: 851
Patient:innen pro Jahr: 36.000
Roland-Klinik
Betten: 125
Mitarbeitende: 245
Patient:innen pro Jahr: 22.000
Gesundheit Bremen: Zurück oder voraus: Wohin geht Ihr Blick in diesem besonderen Jubiläumsjahr?
Dr. Walter Klingelhöfer: In beide Richtungen! Vor 150 Jahren hat das Rotes Kreuz Krankenhaus seinen Betrieb aufgenommen. Das ist schon ein sehr besonderes Jubiläum in diesen Zeiten. Was am 3. Juli 1876 mit einer Schwester, einem Arzt und einem Patienten seinen Anfang nahm, hat sich über eineinhalb Jahrhunderte zu einem modernen, leistungsfähigen Akutkrankenhaus entwickelt, das fest in Bremen und der Region verwurzelt ist. Das ist wirklich ein Grund, stolz zu sein! Unser Jubiläum ist aber nicht nur ein Anlass zum Feiern, sondern auch ein Moment des Dankes. Im Mittelpunkt unserer Arbeit standen und stehen immer die Menschen. Generationen von Patientinnen und Patienten wurden bei uns behandelt, begleitet und gepflegt. Für dieses Vertrauen sind wir ebenso dankbar wie für die vielen engagierten Mitarbeitenden, die dem RKK mit ihrem Wissen und ihrer Empathie gestern wie heute ein Gesicht geben. Dieses Zusammenspiel aus fachlicher Kompetenz und menschlicher Nähe ist bis heute ein zentraler Wert unseres Hauses und Teil unseres Selbstverständnisses.
Anfang des Jahres hat das RKK den Zusammenschluss mit der Roland-Klinik am Werdersee verkündet. Wie kam es dazu?
Dieser Schritt war für uns eine logische Konsequenz vor dem Hintergrund der tiefgreifenden strukturellen Veränderungen durch die Krankenhausreform in Deutschland. Alle Kliniken stehen unter großem wirtschaftlichen wie bürokratischen Druck. Mit dem Zusammenschluss beider Kliniken können wir unsere Kräfte bündeln, um die medizinische Versorgung in Bremen langfristig zu stärken – insbesondere auch die Akutversorgung links der Weser. Dies muss auf mehrjährige Sicht strukturell neu geplant werden, was ebenfalls ein Grund war, weshalb die Geschäftsführung der Roland-Klinik kurz vor ihrem Ruhestand die Weichen mit uns neu gestellt hat. Beide Kliniken bringen nun ihre jeweiligen Schwerpunkte, Stärken und Erfahrungen zusammen, was für alle Beteiligten viele Vorteile bedeutet.
Wie sieht die konkrete Weiterentwicklung des Zusammenschlusses aus?
RKK und Roland-Klinik stehen jetzt unter der Trägerschaft der Stiftung Rotes Kreuz Krankenhaus Bremen. Dies eröffnet neue Perspektiven für Patientinnen und Patienten, für unsere Mitarbeitenden sowie für das gesamte Gesundheitswesen in Bremen und für die Region. Wir wollen gemeinsam die medizinische Qualität sichern, innovative Konzepte entwickeln und gleichzeitig die persönliche Zuwendung bewahren, die unsere Häuser auszeichnet. Insofern ist der Zusammenschluss für uns auch eine konsequente Weiterführung unserer Geschichte: Seit 150 Jahren entwickeln wir unsere Arbeit mit Blick auf die Bedürfnisse der Menschen unter Einbeziehung der jeweils aktuellen medizinischen Erkenntnisse kontinuierlich weiter.
Kontakt
Dorothee Weihe
Leiterin Unternehmenskommunikation / Pressesprecherin
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Rotes Kreuz Krankenhaus
St.-Pauli-Deich 24
28199 Bremen
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