Freie Kliniken Bremen — Vierfach umsorgt

Brustkrebs

In mehrfacher Hinsicht aufbauend

Bei Brustkrebs wird heute überwiegend brusterhaltend operiert. Wenn die Brust vollständig entfernt werden muss und die Patientin sich für eine Wiederherstellung entscheidet, ist diese immer medizinisch gerechtfertigt und mit verschiedenen Methoden im St. Joseph-Stift möglich.

Von Silke Meiners

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Dr. Fabian Wolfrum, Chefarzt der Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie

Die Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie (KPRÄC) unter der Leitung von Dr. Fabian Wolfrum bietet seit Jahren alle anerkannten Verfahren zur Wiederherstellung der Brust an. Neben der Rekonstruktion mit Implantaten – gegebenenfalls auch mit Verwendung von stabilisierenden Netzen oder des Rückenmuskels – werden in der Schwachhauser Klinik auch mikrochirurgische Eigengewebe-Transplantationen durchgeführt – sowohl sofort als auch nach der Tumoroperation. Durch die enge Kooperation mit dem zertifizierten Brustzentrum sind die vier Fachärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie von Beginn an in die Therapie eingebunden. Drei an Brustkrebs erkrankte Frauen erzählen ihre persönliche Geschichte.


09 Fkb Mag29 In Mehrfacher Hinsich Cornelia Holsten Quer

Cornelia Holsten, 50 Jahre
»Als ich die Diagnose Brustkrebs bekam, konnte ich mir nicht vorstellen, was an Operationen alles möglich ist. Auf das Ergebnis bin ich schon ein wenig stolz. Ich habe Dr. Wolfrum vom ersten Moment an vertraut und mag seinen Ehrgeiz, ein so ästhetisches Ergebnis wie nur möglich zu schaffen, als wäre die weibliche Brust ein Kunstwerk. Ich habe mich für Silikonkissen entschieden und diese Entscheidung noch nicht einen Tag bereut. Das gesamte Team des Brustzentrums ist das Beste, was einem in dieser kräftezehrenden Zeit passieren kann. Ich bin unendlich dankbar für die herzliche und in mehrfacher Hinsicht aufbauende Behandlung.«


10 Fkb Mag29 In Mehrfacher Hinsich JuttaBaumann Quer

Jutta Baumann, 61 Jahre
»Nach der Mastektomie1 habe ich mich unvollkommen gefühlt. Die einzige Möglichkeit der Wiederherstellung war eine Latissimus-Lappenplastik. Bei der OP wurde meine Brust aus dem Muskelgewebe meines Rückenmuskels aufgebaut und ein Implantat eingebracht. Anschließend erfolgten die Verkleinerung der gesunden Brust sowie die Rekonstruktion von Brustwarze und Vorhof – alles in einem Jahr. Auch wenn es sich nicht wie die eigene Brust anfühlt und bei bestimmten Anstrengungen zu spüren ist, dass der Muskel eigentlich woanders hingehört, fühle ich mich heute vollständiger und gut.«


11 Fkb Mag29 In Mehrfacher Hinsich Kerstin Goldberg Quer

Kerstin Goldberg, 46 Jahre
»Kurz nach meiner Brust-Amputation ließ ich mich bei Dr. Wolfrum beraten. Er gab mir Raum für meine Entscheidungsfindung, und so wurde aus meiner Vorstellung von Silikonimplantaten eine Eigengewebs-Rekonstruktion. Vier OPs waren nötig: eine DIEP-Lappenplastik2, angleichende Brustverkleinerung, Lipofilling3 und Wiederherstellung von Brustwarze und Vorhof. Kein leichter Weg, aber mit dem Ergebnis bin ich unendlich glücklich. Heute berichte ich in meinem Vortrag ›Das Titti-Prinzip‹, wie aus einer kranken Brust persönliches Wachstum und ein tolles neues Dekolleté werden kann. Und das mache ich, um andere Frauen zu stärken.«

Fußnoten

  • 1 Brustdrüsenentfernung
  • 2 Brustrekonstruktion aus Eigengewebe; dabei wird ein Unterbauchhautfettgewebslappen – der DIEP-Flap (Deep Inferior Epigastric Perforator Flap) – mikrochirurgisch transplantiert
  • 3 Brustwiederherstellung mit Eigenfett, das durch schonendes Absaugen gewonnen wird

Kontakt

Dr. Fabian Wolfrum
Chefarzt der Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie
0421-347 1354
plastische-chirurgie@sjs-bremen.de

Krankenhaus St. Joseph-Stift
Schwachhauser Heerstraße 54
28209 Bremen
www.sjs-bremen.de

Gesundheit : Bremen 29

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