Freie Kliniken Bremen — Vierfach umsorgt

Video-Laparoskopie-Systeme

3D-Blick ins Körperinnere

Im St. Joseph-Stift kommen für Schlüssellochoperationen Video-Laparoskopie-Systeme der neuesten Generation zum Einsatz. Mit ihrer dreidimensionalen Darstellung des Operationsfeldes ermöglichen sie noch exaktere Eingriffe.

Von Anja Maria Ladewig

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Die 3D-Visualisierung ermöglicht noch ­präzisere Eingriffe.
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Professor Dr. Wolfgang Sendt, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie im St. Joseph-Stift

Selbst anspruchsvolle Eingriffe wie die Chirurgie von Dickdarmkrebs oder die Behandlung von ­Endometriose (pathologisches Auftreten von Gebärmutterschleimhaut außerhalb des Uterus) sind heute durch moderne Schlüssellochopera­tionen möglich. Dabei werden durch wenige kleine Schnitte endoskopische Instrumente und eine Miniaturkamera in den Bauch eingeführt. Für noch präzisere Behandlungsergebnisse kommen im St. Joseph-Stift Video-Laparoskopie-Systeme der neuesten Generation zum Einsatz. Durch eine 30-Grad-Optik der Kamera und die zeitgleiche Berechnung der Videoaufnahmen aus dem Bauchraum werden dreidimensionale Bilder erzeugt. ­Dargestellt auf zwei Monitoren, ermöglichen diese hochauflösenden Videos einen detailgetreuen Blick auf das Operationsfeld. So erhalten die Operateure ein nahezu realistisches Abbild der räum­lichen Lage, was sie bei der Einschätzung von Abständen zwischen anatomischen Strukturen und Instru­menten unterstützt.

Plastische Darstellung

»Die realistische Darstellung hilft uns, eine noch detailgetreuere Einschätzung vorzunehmen«, erklärt Professor Dr. Wolfgang Sendt, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie. »Für die 3D-Technik entscheiden wir uns bei allen minimalinvasiven Eingriffen, die einer äußerst ­exakten Darstellung der Situation bedürfen, zum Beispiel bei Dickdarmoperationen«, so Sendt. Zudem ermögliche die höhere Plastizität gegenüber der herkömmlichen zweidimensionalen Bild­gebung eine noch detailliertere Betrachtung kleinster Bereiche, was Operationen noch sicherer macht. Interessant ist, wie sich die 3D-Visualisierung entwickeln und welche Möglichkeiten sie eröffnen wird«, sagt der Chirurg in ­Hinblick auf die Zukunft dieser Technologie. Beim Einsatz des 3D-Laparoskopie-Systems trägt er wie alle OP-Beteiligten eine spezielle Polarisa­tionsbrille – vergleichbar mit den Brillen im 3D-Kino.

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Dr. Katarina Dennis, Leiterin des Zen­trums für Mikro­invasive Chirurgie im St. Joseph-Stift

Ideal für den Einsatz in der Gynäkologie

Im Zentrum für Minimalinvasive Chirurgie der Frauenklinik wird die 3D-Laparoskopie unter anderem zur Behandlung von Endometriose eingesetzt. »Das pathologische Auftreten von Gebärmutterschleimhaut außerhalb des Uterus kann an benachbarten Organen wie Eierstöcken, Blase oder auch am Darm erfolgen«, führt die Leiterin des Zentrums, Dr. Katarina Dennis, aus. Durch die überaus genaue räumliche 3D-Darstellung können Endo­metrioseherde präzise entfernt werden. Weitere Einsatzgebiete findet die Technik zudem in der gynäkologischen Onkologie. »Insbesondere bei der laparoskopischen Entfernung von Lymphknoten entlang der Beckengefäße und der Hauptschlagader hilft die dreidimensionale Darstellung enorm«, so Katarina Dennis.

Kontakt

Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie
Chefarzt Prof. Dr. Wolfgang Sendt
0421-347-1202
WSendt@sjs-bremen.de

Zentrum für Mikroinvasive Chirurgie Dr. Katarina Dennis
Sekretariat:
Wiebke Fabritz
0421 347-1300
wfabritz@sjs-bremen.de

Krankenhaus St. Joseph-Stift Bremen
Schwachhauser Heerstraße 54
28209 Bremen
www.sjs-bremen.de
www.facebook.com/stjosephstift

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